Drucken

Unkalkulierbare Kostenfolgen bei der Messe Essen?

Eine Messe "ertüchtigen"? Gibt es, zumindest als Fiktion in Essen. Ein Begriff, der impliziert, daß die Messe nicht tüchtig ist und einen Anschub benötigt. Und in der Tat, die Essener Messe hängt am Tropf. Mindestens 123 Millionen Euro sollen für die bauliche Erneuerung ausgegeben werden, in der vagen Hoffnung, eines Tages eine Bilanzierung mit schwarzen Zahlen vorweisen zu können. Da nach oben allerdings keinerlei Begrenzungen sicher sind, wollen Grüne und Linke einen Bürgerentscheid.

Essens Haushaltslage ist überaus angespannt. Mit 5668,65 Euro Schulden pro Kopf.  Und in der Tat, die Essener Messe hängt am Tropf. Mindestens 123 Millionen Euro sollen für die bauliche Erneuerung ausgegeben werden, in der vagen Hoffnung, eines Tages eine Bilanzierung mit schwarzen Zahlen vorweisen zu können. Da ist nach oben allerdings keinerlei Begrenzung.

Eine so unsichere Hausnummer wollen Essens Grüne nicht ohne die direkte Befragung der Essener Bürger schultern. Und sie sind mit dieser Ansicht offenbar nicht allein. 2011 hatte bereits die Fraktion der Linken eine Einrichtung eines Ratsbürgerentscheides versucht, scheiterte aber an den Mehrheitsverhältnissen im Essener Rat. Die unklare Finanzierungssituation und das wenig vertrauenserweckende Eingeständnis des Baubevollmächtigten der Messe, Roland Weiss, der öffentlich bekannte, daß das Bauprojekt "auf Kante genäht sei..", lassen die Frage nach der politischen Verantwortung neu stellen.

Wir sprachen mit Essens Bürgermeister Rolf Fliss (Grüne) über die Unwägbarkeiten am Messeplatz Essen:

 


 

(stk., Titelfoto und Panorama: Armin Thiemer)