SPD Essen wünscht keine Wadenbisse...

Möchtegernkandidat erschien erst garnicht...

Selten war man sich auf Essener Parteitagen so einig. Jener Essener Jörg Schintze, der bisher noch mit keinem Mandat eines Ortsvereines ausgestattet war und sich über die Lokalpresse ins Gespräch um die Bewerbung als OB Kandidat brachte, er erschien auf dem Unterbezirksparteitag erst garnicht. Die normale Form einer Vorstellung wäre auch schwierig gewesen, wie sich aus dem einstimmigen Ergebnis aus 34 Ortsvereinen später ablesen ließ. Zu wenig bekannt ist der Kandidat, von dem man allerdings weiß, daß er sich bereits einmal zur Überraschung seines Essener Arbeitskreises der Selbständigen überörtlich spontan zu einem Überraschungscoup hat hinreißen lassen. Damals gelang es dem nach politischer Geltung strebenden Kandidaten die überraschten Delegierten zur Bestätigung als Bundesvorsitzenden der AGS zu bewegen. Parteimitglieder werfen dem Automatenkaufmann auch eine zu große Nähe zur Automatenindustrie vor, gab es doch wiederholte Internethinweise, daß er funktional für einen Interessenverband jener Spiel- und Automatenindustrie tätig war. Mit dieser vermeintlichen Qualifikation wollte er nun gegen den von ihm als nicht ausreichend qualifiziert bezeichneten Mehrheitskandidaten antreten. Hierzu wählte er aber nicht den üblichen Weg über einen Ortsverein, sondern brachte sich mit Hilfe eines Lokalreporters ins Gespräch. Ein Verfahren, das von vielen Delegierten eher als peinlich und hinterhältig empfunden wurde. Die Antwort war klar und deutlich. Parteichef Dieter Hilser fordert den Senkrechtstarter auf, "aus Respekt vor dem Parteitagsvotum seine Kandidatur zu überdenken". Denn dieser könnte durch ein von ihm ins Leben gerufenes Verfahren der Mitgliederbefragung bis zum 22. November zwar innerparteilich Unruhe stiften, hat aber keinerlei Aussicht auf Erfolg. Wenngleich man die Erwähnung des Namens dieses Kandidaten tunlichst mied, die Botschaft war ohne Enthaltung und Gegenstimme eindeutig, man empfindet jene singuläre Aktion als partei- und wahlschädigend, zumal der anstehende Kommunalwahlkampf zur Bündelung aller Kräfte zwingt. (30.5.2008, w.)

im Netz zum Thema:

NRZ

WAZ

www.verhindert-Schintze.de


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